26.12.2019 | Christoph Hebenstreit

SAP HANA auf IBM Power Systems: Die fünf größten Mythen aufgeklärt

IBM Power Systeme bieten eine einzigartige Kombination aus hoher Performance und Flexibilität, Ausfallsicherheit sowie niedrigen TCO (Total Cost of Ownership). Sie eignen sich hervorragend als Infrastrukturplattform für den Betrieb von SAP HANA Datenbanken sowie für HANA-basierte Anwendungen. Zugleich halten sich immer noch hartnäckige Mythen rund um SAP HANA on Power. Wir räumen damit auf.

Mythos 1: IBM Power Systeme sind nicht für den Einsatz mit SAP HANA abgestimmt und optimiert

Als SAP HANA 2010 erstmals als neue Technologie angeboten wurde, ließ sich die In-Memory-Technologie ausschließlich auf bestimmten und fest konfigurierten Intel-Rechnern betreiben. SAP bezeichnete diese Kombination als „Appliances“, die von dem Walldorfer Unternehmen validiert und zertifiziert sein müssen. Diese Marktsituation gehört aber schon lange der Vergangenheit an.

SAP und IBM unterhalten seit 2015 eine enge und intensive Technologie-Partnerschaft. Die IBM Power8- und Power9-Systeme sind speziell für die Verarbeitung datenintensiver Workloads – wie bei SAP HANA – konzipiert. Die gesamte Power-Plattform ist für HANA zertifiziert, wobei das Prinzip „Once and for all“ gilt. So wird vermieden, dass jeder Server einzeln zugelassen werden muss und auch kleinste Änderungen einen eigenen Zertifizierungsprozess bedürfen. Genau dies ist bei Appliances der Fall.

Mittlerweile gibt es zudem nur eine Entwicklungslinie für beide Plattformen. Der Code für HANA on Power und für Intel ist identisch, und die Release-Zeiten sind simultan.

IBM Power für SAP HANA: Maximale Flexibilität

Im Gegensatz zu dem starren Appliance-Ansatz, der wenig Spielraum für individuelle Anpassungen lässt, setzen die Power Systeme auf maximale Konfigurationsflexibilität. Dafür besitzen sie mit PowerVM eine leistungsstarke, integrierte Virtualisierungssoftware, die SAP-zertifiziert ist. Mit PowerVM ist es möglich, die Rechenkapazitäten auf die virtualisierten Server granular und dynamisch zu verteilen. Dies erlaubt es Anwendern, schnell und flexibel auf sich ändernde Projektvorgaben und die damit verbundenen schwankenden Workloads zu reagieren. Und gleichzeitig sind die Hardwareressourcen komplett nutzbar. Dauerhafte Auslastungen von 80 bis 90 Prozent sind keine Seltenheit.

Außerdem können HANA-Instanzen mit herkömmlichen Workloads auf ein und demselben Server gemischt werden. Somit lassen sich auf einem einzigen Server sowohl produktive als auch nicht-produktive Workloads, klassische Datenbanken für SAP-Anwendungen (DB2, Oracle) sowie andere Betriebssysteme (AIX, IBM i, Linux) parallel betreiben.

 

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Mythos 2: IBM Power Systeme für SAP HANA sind teurer als x86-Lösungen

Die Kostenbetrachtung zweier Systeme beinhaltet immer auch einen Vergleich von Performance und Funktionalität. Während Intel mit seinem Allzweckprozessor den Gesamtmarkt adressiert, hat IBM mit Power die Enterprise-Welt mit ihren hohen Ansprüchen an Leistung und Zuverlässigkeit im Fokus.

Entsprechend besitzen Power8 und Power9 im Vergleich zu Intel x86 viermal mehr Memory-Bandbreite, fünfmal mehr Cache sowie eine deutlich bessere Performance (Faktor zwei pro Crore im Benchmark bis zu Faktor vier bei realen Kunden-Workloads). Weiterhin stuften die Marktanalysten von IDC bereits 2016 die Power Systeme in die höchste Kategorie der Fehlertoleranz ein (Availability Level 4). Dies entspricht einer Ausfallsicherheit von 99,99 Prozent.

IBM Power-Server: bei den Gesamtkosten günstiger

IBM Power Systeme mögen zwar in vielen Fällen gegenüber Intel x86 als Einzelkomponenten teurer sein, aber bei den Gesamtkosten während des Betriebs (Total Cost of Ownership) liegen sie klar vorne.

Beispielsweise enthalten die Power Systeme eine integrierte, kostenfreie Virtualisierungssoftware. Bei Intel muss dieses Tool extra bezahlt werden. PowerVM sorgt für eine sehr effiziente Workload-Konsolidierung, die den Bedarf an Servern deutlich reduziert. Ein mittelständisches Unternehmen konnte durch den Wechsel von x86 auf IBM Power zwei separate Umgebungen auf eine einzige Infrastruktur konsolidieren. Die Anzahl der physikalischen Server und produktiven HANA-Instanzen wurde von sieben auf eins minimiert. Neben den eingesparten Komponentenkosten kommen sinkende Betriebsausgaben für Stromverbrauch und Platzbedarf hinzu.

Und wer bereits eine Power8- oder Power9-Maschine nutzt, kann ohne größere Investitionen mit SAP HANA in einer Partition starten.

Die Analysten von Forrester Research errechneten in einer Analyse von drei exemplarischen Kundeninstallationen Kostenvorteile in Höhe von 3 Millionen US$ über einen dreijährigen Zeitraum. Im Vergleich zu den Anfangsinvestitionen von 1,3 Millionen US$ ergab sich ein Return-on-Investment von 137 Prozent.

 

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Mythos 3: Installation und Betrieb der IBM Power-Server sind aufwändig und mit großem Know-how-Transfer verbunden

Im Gegenteil: Die integrierte Virtualisierungslösung PowerVM hilft dabei, den Rechenzentrumsbetrieb zu vereinfachen. Zum einen sorgt PowerVM für eine Workload-Konsolidierung auf weniger Servern, was das Management der Infrastruktur erheblich vereinfacht. Zum anderen haben Kundenbefragungen ergeben, dass mit PowerVM SAP HANA schneller bereitgestellt werden kann

Power Systeme ermöglichen zudem den Mischbetrieb von klassischen SAP-Anwendungen auf relationalen Datenbanken mit SAP HANA-Anwendungen. Dies verhindert die Bildung von isolierten Umgebungen und senkt gleichzeitig den Management-Aufwand.

Für ein effizientes Virtualisierungsmanagement können Anwender das IBM Power Virtualization Center (PowerVC) nutzen, eine auf Open Stack-basierende Lösung. Über den PowerVC-Manager lässt sich eine PowerVM-Virtualisierung bereitstellen und orchestrieren oder andere Management-Tools wie VMware vRealize in die Virtualisierungsumgebung integrieren. PowerVC ist einfach installiert und konfiguriert. Die intuitive Benutzeroberfläche spart dem Anwender die Kosten formeller Schulungen und erfordert keine spezialisierten Kenntnisse.

Und schließlich reduziert die hohe Verfügbarkeit und Stabilität der Power Systeme den Implementierungs- und Wartungsaufwand.

 

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Mythos 4: Die Migration auf SAP Hana on Power ist zu komplex und kostenintensiv

Im Rahmen der Migration auf Power Systeme gibt es Werkzeuge und Services, die den gesamten Prozess unkompliziert gestalten.

Genutzt werden können bestehende SAP Tools. Ab der Version HANA v2.0 ist die Migration noch einfacher geworden. Denn der Wechsel von x86 auf Power Systeme lässt sich einfach über Backup/Restore oder die SAP HANA System-Replizierung vollziehen. Zudem ermöglicht der Mischbetrieb aus HANA- und Nicht-HANA-Umgebungen die einfache Migration von klassischen SAP-Umgebungen auf die In-Memory-Technologie – und zwar unter Beibehaltung und Nutzung vorhandener Memory- und Prozessorkapazitäten.

Zusätzlich zu den Hardware- und Software-Angeboten verfügt IBM über SAP-Beratungsservices. Speziell für die Einführung oder Migration von HANA-Anwendungen bieten die IBM Services ein Impact Assesment und weitergehende Migrationsdienstleistungen an.

 

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Mythos 5: SAP HANA on Power kann keinen soliden Kundenstamm vorweisen.

Fakt ist: SAP HANA on Power ist das schnellste Roll-out einer neuen Technologie im Rahmen des SAP-Markteinführungsprogramms (SAP Ramp-up Program).

Seit dem Marktstart im zweiten Halbjahr 2015 setzen bereits mehr als 2.500 Kunden weltweit auf IBM Power Systeme als Infrastrukturkomponente für SAP HANA.

Laut verfügbaren Analysten-Daten und IBM-Schätzungen beträgt der Power-Anteil an der SAP HANA-Serverinfrastruktur zirka 25 Prozent, mit steigender Tendenz.

Zu den Kunden gehören bekannte Cloud-Anbieter, viele Service-Provider sowie Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen und in unterschiedlichster Größe. Der Großteil der heutigen Kunden hat ursprünglich mit Intel x86 angefangen, ist dann aber zu IBM Power gewechselt.

 

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Zum Thema SAP HANA on IBM Power Systems bieten wir auch ein von unseren IBM Storage Experten verfasstes Collateral zum Download an!

IBM Collateral SAP HANA

 

Sie wollen mehr über SAP HANA on IBM Power wissen?
Für weitere Informationen kontaktieren Sie

Peter Kindiger
System Engineer
Tel.: (+49) 89 4700 3044
E-Mail: peter.kindiger@techdata.com