22.06.2022 | Annette Weil

DataCore bei Tech Data EINSEN & NULLEN

Warum sind Objektspeicher eigentlich wichtig? Und warum sind Software-definierte Objektspeicher besser?

Ohne Daten, die auf dem Speicher abgelegt sind, machen alle IT-Prozesse keinen Sinn. Das gilt für etwas so profan Selbstverständliches wie ein Telefon und spannt den Bogen zu großen Unternehmen, deren Produktionsprozesse, aber natürlich auch die Verwaltung ihrer Kunden darauf basieren. Daten, so lernen wir, sind also etwas essentielles, ja unabdingbares.

Unerheblich, wie ausgefeilt die Software Lösung auch sein mag; wird diese nicht mit Daten „gefüttert“, dann kann diese auch nicht ihre Wirksamkeit entfalten. Anders formuliert: Computer können ihre Intelligenz nur mit dem entsprechenden Datenmaterial einsetzen. Bedeutet in der Folge aber auch, dass ohne geeignetes Speichermedium, die Daten eben nicht zur Verfügung stehen. Umso wichtiger ist es den passenden Storage zur passenden Anwendung zu haben.

Damit sind wir schon beim Kern des Themas: Der Speicher ist ein wichtiger, wenn auch ein in der IT immer noch unterschätzer Punkt. Nicht zuletzt darum sind die Speicher-Budgets für den Erhalt, die Skalierung oder Erneuerung von IT-Infrastrukturen im Sinkflug.

Für den Umgang mit dieser so wertvollen, unersätzlichen Unternehmensressource „Daten“ benötigt es Enterprise-Lösungen. Dem Glauben anheim zu verfallen, dass die Preise für Speicher in diesem Segment das Niveau von externen Festplatten im Home Office Bereich auf Discounter-Niveau haben müssen, ist ebenso irrig wie fatal. Auf den Punkt gebracht: Hier wird schon mental am falschen Ende gespart.

Allerdings sind Daten auch nicht gleich Daten. Es muss hier differenziert werden zwischen Kerndatenbeständen, d. h. strukturierte Unternehmensdaten, mit denen täglich im Datenumsatz gearbeitet wird, und sekundären, unstrukturierten Daten. Gerade bei letztgenannten ist ein Moloch-artiger Wildwuchs zu verzeichnen, da diese unverhältnismäßig stärker als die Kerndaten wachsen.

Zurückzuführen ist die u. a. auf die Archivierung von Daten. Mit der Ablösung physischer Archivbestände hin zur Digitalisierung, muss dies heutzutage über die IT abgebildet werden.

So muss – um ein konkretes Beispiel zu geben – im Gesundheitssektor ein Lehrkrankenhaus unter Umständen auch alte Datenbestände für einen langen Zeitraum von mehreren Dekaden verfügbar und im Zugriff halten; und dies immer und zu jeder Zeit. Patientenakten bieten hier ein griffiges Beispiel, da diese auch über die Lebenszeit des Patienten hinaus noch 30 Jahre im Zugriff sein müssen. Da ist man dann schnell bei Daten, die fast so alt wie Methusalem sind!

Zeitgleich hat die für die Speicherung verantwortlich zeichnende Hardware aber nur einen Lebenszyklus von 5 bis vielleicht maximal 10 Jahren. Folglich müssen die vorgenannten Daten in der Theorie über bzw. auf mehreren Hardware-Generationen gespeichert werden.

Die Frage stellt sich: Wie dem Herr werden, ohne sich personell und finanziell zu verausgaben?

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Eine Lösung ist in Sicht, um Daten und Kosten unter Kontrolle zu halten!

DataCore, ein Pionier im Bereich der Software Defined Storage Lösungen, bietet hier im Wesentlichen drei Kerntechnologien an, die heutzutage zum Speichern von Daten nutzbar sind. Um Alexander Best, seines Zeichens Director Technical Business Development bei DataCore, das Wort zu führen: Wir sind hier thematisch mitten im sogenannten „Speicher-Dreikampf“ angekommen.

Dieser „Triathlon“ besteht aus der Urform des Speichers, dem sog. Block-Speicher. Hier befinden sich Daten maschinenlesbar. Von dort aus starten Betriebssysteme.

Die nächste Abstraktionsform von einem Block-Speicher sind sog. Datei-Systeme und dafür speziell ausgeprägte Speicher. Hier arbeitet man mit Ordnerstrukturen, in denen unstrukturierte Daten hinterlegt sind. Werden aber z. B. Dateien umbenannt oder an andere Orte verschoben, so verlieren diese ihren originären Kontext, was nachteilig werden kann.

Die jüngste Form der Speicherung, entstanden in den 2000er Jahren, ist der sog. Content addressable Storage bzw. Objektspeicher. Dem liegt eine sehr effiziente Form der Speicherung zugrunde. Entscheidend ist, dass sich – um erneut Alexander Best zu zitieren -, die im Objektspeicher verorteten Daten gewissermaßen „ihrer Rolle bewußt sind“. Ein Daten-Objekt in einem Objektspeicher ist angereichert mit Meta-Daten, was bedingt, dass eine Datei, die dort gespeichert ist, exakt weiß, um was es sich genau handelt.

Anders formuliert: Beim Objektspeicher gibt es kein Datei-System. Die Objekte liegen darin, aber jedes Objekt ist angereichert mit den vorgenannten Meta-Informationen, d. h. Daten über die Daten, die gespeichert werden. Um noch einmal Alexander Best zu Wort kommen zu lassen: „Hier existiert gewissermaßen ein Selbstbewußtsein der Daten.“ (Quelle). Nach Ablage der Daten entstehen durch die Objektspeicher-Lösung bestimmte Rahmen-Meta-Daten-Informationen wie bspw. Dateigröße, Objektzweck sowie beliebige Informationen, die der Inhaber der Daten mit denselbigen assoziiert.

Die drei vorgestellten Speicher-Formen haben Ihre Berechtigung, nicht zu vergessen, dass in einem Datei-Speicher auch Block-Speicher-Elemente enthalten sind. Letztlich finden sich „Spuren“ der Block-Speicher-Technologie überall, auch wenn diese unterschiedlich zum Tragen kommen und eingesetzt werden. Es ist die Entscheidung des jeweiligen Unternehmens, was wo wann unter Verwendung bestimmter Technologien gespeichert wird.

Der Charme der Objektspeicher-Lösung besteht jedoch darin, dass zum Abruf der Daten nicht das gesamte System durchsucht werden muss inkl. dem gesamten „Daten-Salat“. Da die relevanten Informationen über die Meta-Daten zur Verfügung stehen, ist man über eine sehr schlanke, schnelle Methode in der Lage, in Highspeed dezidierte Informationen zu suchen und vor allem aufzufinden. Diese Technologie gewährleistet, dass man auf eine völlig neue Art und Weise mit Daten operieren kann.

Zeitgleich sind die Daten auch vor bestimmten Veränderungen gesichert, denn die Meta-Daten können über eine Prüfsumme jederzeit bestimmen, was in den Daten exakt stehen muss. Dies sichert Objekte vor Manipulationen. So haben Daten in einem Objektspeicher eine enorme Resilienz gegen Ransomware-Attacken.

Bei Betrachtung der Entwicklung im Bereich Cyber Kriminalität zeigen die Statistiken, dass es zwischenzeitlich nicht mehr eine Frage ist, ob man Ziel eines Angriffes wird, sondern nur noch eine Frage des „Wann“. Erschreckende Aussichten für Unternehmen, deren wahres „Gold“ doch die Unternehmensdaten sind.

Unterstellt, ein Unternehmen hat eine vorbildliche Sicherung der gesamten IT-Infrastruktur inklusive seiner Daten vorgenommen und, um in dem idealtypischen Szenario zu bleiben, keine Person in dem Unternehmen begeht einen Fehler, dann ist die Gefahr immer noch nicht gebannt. Das Stichwort lautet in diesem Kontext: Silent Data Corruption. Nicht von ungefähr spricht man hier von einer vernachlässigten Gefahr.

Es geht um ein Phänomen, dass Dateninhalte von Dokumenten befällt und über eine gewisse Zeit dazu führt, dass Informationen unwiederbringlich verloren gehen. Das sog. „Bit Rot“ implziert, dass es beim Schreiben der Daten zu unbeabsichtigten Änderungen im Bit Bereich kommt. Die Daten lassen sich dann beim Lesen nicht mehr korrekt wiedergeben. Wirklich schlimm an der Situation ist der Fakt, dass keines der proprietären Dateisysteme großer Hersteller vollkommenen Schutz gegen den Verlust von Informationen bietet.

Ein Objektspeicher bietet hier eine Lösung und fachkundige Hilfe: Hier wird technologisch mit enormen Mengen von Daten im Peta-Byte Bereich umgegangen. Naturgemäß enthält der Objektspeicher nicht zuletzt aus diesem Grund Algorithmen, die permanent die Daten einer Prüfung unterziehen, die Daten lesen und die Prüfsummen kontrollieren. Auf diesem Wege können nicht nur Fehler erkannt, sondern – vereinfacht formuliert – Daten auch wiederhergestellt werden. Dies macht den Objektspeicher in gewisser Hinsicht einzigartig in der Sicherung.

Objektspeicher-Technologie ermöglicht also weit mehr als die reine, günstige Ablage von Daten. Sie ist auch ein Garant für ein sehr hohes Maß an Sicherheit, was in Zeiten stetig wachsender Cyber-Attacken nicht zu unterschätzen ist. Die Verwendung von Objektspeicher-Lösungen wie z. B. DataCore Swarm garantiert ein enorm höheres Maß an Betriebssicherheit in der IT; und dies unabhängig, welche Hardware in der jeweiligen Unternehmung im Einsatz ist. Der Objektspeicher-Lösung aus dem Hause DataCore ist dies – plakativ gesagt – völlig egal!

Last but not least beinhaltet Software-definierter Objektspeicher wie eben DataCore Swarm nicht nur  zahlreiche spezielle Sicherheitsfunktionen und schützt Daten vor externen Angriffen und internen Verletzungen mit mehrschichtigen Sicherheits-, Verschlüsselungs-, Unveränderbarkeits- sowie Replikationsfunktionen, sondern kann auch für die Speicherung von Backups nutzbar gemacht werden. Dies sorgt dafür, dass sog. „Insel-Lösungen“ für Backup und Archivierung nicht mehr isoliert betrieben, verwaltet, gewartet und letztlich gekauft werden müssen.

Die Einbindungsmöglichkeit unterschiedlicher Hardware, unabhängig von welchem Hersteller, bietet eine sehr große Skalierbarkeit und Flexibilität. Zugleich können Unternehmen frei zwischen Technologien wählen, vorhandene Ressourcen nutzen und jederzeit ändern. Dies gilt eben auch für die Speicherung von Backups. So ist DataCore Swarm explizit für Veeam- und Commvault-Backups zertifiziert.

Kurz gesagt: Technologie, die überzeugt!

Annette Weil | Website

Annette Weil ist als Business Managerin seit mehr als 20 Jahren für Tech Data tätig und verantwortet im Marketing die Software Hersteller Acronis, DataCore, Docker, FalconStor, Quest und Veritas.

  • Drei Fragen an die Autorin

    Was ist deine Funktion bei Tech Data?

    Ich bin Senior Business Manager Value and Volume Software

    Wie lange bist du schon beim Unternehmen?

    Ich bin seit über 20 Jahren für Tech Data tätig.

    Was für einen Unterschied macht deine Arbeit?

    Der Unterschied liegt in der Vielfältigkeit und Spannbreite der Tätigkeit sowie die Möglichkeit jeden Tag Neues erlernen und anwenden zu können.