07.05.2021 | Johannes Bertele

Neue Servergeneration vom Marktführer: Alles Wichtige über die 15. Generation PowerEdge Server

Dell Technologies hat kürzlich seine 15. Generation PowerEdge Server angekündigt. Die neuen Servermodelle bieten nochmals mehr Performance pro Höheneinheit als ihre Vorgänger und zusätzlich noch einige weitere Features, um den künftigen Anforderungen in den Rechenzentren Ihrer Kunden gerecht zu werden.

Zunächst einmal die Grundlagen

Mit der 15. Generation bieten die PowerEdge Server nun auch die neuesten AMD „Milan“ CPUs sowie Intels „Ice Lake“ Xeons.

Beide CPU Hersteller unterstützen mit diesen Generationen DDR4 RAM mit bis zu 3.200 MT/s. Dies ermöglicht mehr Performance, gerade in Memory-Intensiven Bereichen.

Die beste Performance wird mit Balanced Memory Konfigurationen erreicht, d.h. 15G PowerEdge Server sollten stets mit 8 oder 16 DIMMs bestückt werden (bei 2 Socket-Systemen entsprechend 16 oder 32 DIMMS).

Zusätzlich bieten die PowerEdge Server mit Intel CPU weiterhin die Möglichkeit Optane Persistent Memory zu verwenden. Dort gab es allerdings ebenfalls Optimierungen und die Optane Serie 200 bietet nochmals 25% bessere Leistung. Gerade bei anspruchsvollen Applikationen (z.B. SAP/HANA) können hier deutliche Zuwächse erreicht werden.

Weitere Highlights der 15. PowerEdge Generation

Hot-Plug BOSS-S2

Mit der verbesserten BOSS-S2 (Boot Optimized Storage Solution) ist diese nun Hot-Plug fähig. Kleine LEDs zeigen jederzeit den Zustand der M.2 SSDs an und ermöglichen eine schnelle Fehlerbehebung, sollte eine ausfallen. Selbstverständlich bleiben weiterhin RAID und IDRAC Überwachung erhalten, künftig wird aber auch UEFI voll unterstützt. Dies erweitert die Möglichkeiten für Diskless Systeme erheblich und bietet eine gute Ablösung für den Einsatz von SD-Karten als Bootmedium.

Onboard-NICs nun mit OCP V3

Ein etwas überfälliges Update erhalten die OnBoard NICs der PowerEdge Server. Diese sind nun nicht mehr auf einer proprietären rNDC Karte sondern gemäß Industrie Standard auf OCP 3.0 Karten. Dadurch ist eine bessere Verfügbarkeit gewährleistet und (dank PCIe Gen4 x16) auch deutlich mehr Bandbreite.

PCIe Gen4 & Direct Attach NVMe

Die neuen Boards unterstützen komplett PCIe Gen4, dies kommt auch den neuen RAID Kontroller PERC11 zu Gute. Diese bieten künftig auch Hardware RAID für NVMe.

Neues Chassis Design

Durch ein neues Chassis Design mit einer T-Mainboardform wird eine bessere Wärmeverteilung und -abfuhr ermöglicht. Die Netzteile sitzen künftig links & rechts vom Mainboard, was Hotspots weiter entzerren soll. Durch diese und verschiedene weitere Maßnahmen ist eine noch höhere Energie- und damit Leistungsdichte auf der gleichen Anzahl Höheneinheiten möglich.

Besonderen Fokus hat bei der neuen Generation die Unterstützung von GPU Karten erhalten. So werden nun mehr Karten in mehr Systemen mit höherer Leistungsabnahme unterstützt und es gibt sogar mit dem PowerEdge XE8545 ein besonderes Kraftpaket.

Dieser Server ist explizit für HPC und Machine Learning designed. Er bietet neben zwei Sockel mit jeweils bis zu 64 AMD Milan Cores auch 32 Memory DIMM Sockel und bis zu 8 NVMe Einschübe. Zusätzlich aber auch  4 x A100 GPUs in einer 40GB oder 80GB Variante. Durch NVLINK verbunden erreichen diese Karten bis zu 78 Terraflops für KI Berechnungen.

Wem das etwas zu viel Rechenleistung ist, findet allerdings auch in den neuen R750 Modell erweiterte GPU Unterstützung. Generell gibt es jetzt von einigen Modellen noch zusätzliche Varianten mit mehr Variabilität (Kürzel „xa“) oder etwas weniger aber dafür günstigere Einstiegspreise (Kürzel „xs“). Für den besonders rauen Einsatz im Außenbereich oder auch in Fahrzeugen bieten die XR11 bzw. XR12 Modelle speziell angepasste Gehäuse. Diese Systeme sind auch nach den üblichen Standards MIL-STD und NEBS L3 zertifiziert sowie für einen erweiterten Temperaturbereich freigegeben.

 

Zusätzlich zu allen genannten Neuerungen und angepassten Systemen wird Dell Technologies auch in nächster Zeit keines der Systeme aus der 14. Generation abkündigen. Das bedeutet für Sie, dass das Portfolio zwar etwas unübersichtlicher ist, Sie jedoch für praktisch jeden Einsatzzweck garantiert das richtige System verwenden können.

Durch den Dschungel der Modellbezeichnungen helfen wir Ihnen immer gerne. Einerseits mit einer kurzen Übersicht über die neuen Modelle als PDF und andererseits steht Ihnen unser Tech Data Vertriebsteam bei allen Fragen zu den neuen Systemen zur Seite.

Sprechen Sie Ihren Tech Data Ansprechpartner oder mich gerne an.