25.03.2021 | Julia Bohlmann

OpenShift vs. Kubernetes: 6 Dinge, die Red Hat OpenShift besser macht

Das A und O einer leistungsfähigen Cloud-Infrastruktur ist die Container-Plattform. Kubernetes ist hier der Quasi-Standard, aber die Anforderungen von Unternehmen übersteigen an vielen Stellen die Ziele und Möglichkeiten der Opensource Lösung. Die Kubernetes-Plattform Red Hat OpenShift hat im Vergleich wesentlich mehr zu bieten. Wir stellen OpenShift vs. Kubernetes gegenüber und zeigen 6 Alleinstellungsmerkmale von Red Hat OpenShift.

Noch nie waren die Herausforderungen an die Unternehmens-IT größer als heute. Dienste und Applikationen müssen rund um die Uhr bereit stehen, sowie stets performant und sicher sein. Ein Weg, um die komplexen Anforderungen zu meistern, ist eine Hybrid-Cloud-Strategie. Das Herzstück einer durchdachten Cloud-Infrastruktur ist die Container-Management-Plattform. In den Sinn kommt einem dabei meist als erstes Kubernetes, doch die Opensource-Plattform ist nicht die erste Wahl für Unternehmen. Red Hat OpenShift kann mehr, man kann sich die Container-Plattform als Kubernetes plus zusätzliche Komponenten vorstellen, die vor allem für Unternehmen wichtig sind.

OpenShift: Das Kubernetes für Unternehmen

Red Hat integriert bei OpenShift zusätzliche Opensource Module in den Kubernetes-Stack, testet deren Zusammenspiel und konfiguriert sämtliche Komponenten für den schnellen Einsatz in Unternehmen vor. Außerdem gibt es für OpenShift durchgängigen Support. Die Diskussion “natives Kubernetes” vs. Red Hat OpenShift ähnelt damit mit der Frage “nativer Linux-Kernel” vs. perfekt vorkonfigurierte Linux-Distribution? Beides hat seinen Platz, für Unternehmen hat eine speziell angepasst Container-Plattform aber immense Vorteile.

 

Voll kompatibel mit Kubernetes

Vor dem Vergleich OpenShift vs. Kubernetes ist eine Gemeinsamkeiten sehr wichtig. OpenShift basiert wie Kubernetes auf der Apache 2.0 Lizenz und ist ein zu 100 Prozent von der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) zertifiziertes Kubernetes und somit vollständig Kubernetes API-konform. Unternehmen können also sicher sein, dass ein mit der Open Container Initiative (OCI) konformer Container, der auf nativem Kubernetes läuft, auch ohne Änderungen auf Red Hat OpenShift funktioniert. Auch der umgekehrte Weg ist möglich, Container auf OpenShift lassen sich auch auf Kubernetes nutzen.

  1.  Einfache und flexible Installation

Die Installation einer Container-Plattform muss in Unternehmen zwei gegensätzliche Ziele erfüllen: Einerseits muss sie sehr einfach über die Bühne gehen, andererseits aber flexibel und leicht anpassbar sein. OpenShift hat hier klare Vorteile, denn es gibt zwei Optionen für die Installation: Eine One-Click-Lösung und eine auf die eigenen Bedürfnisse konfigurierbare Methode. Die konfigurierbare Installation kommt dann zum Einsatz, wenn Unternehmen zum Beispiel spezielle System- oder Netzwerkeinstellungen haben.

  1. Weitreichendes Ökosystem

Red Hat OpenShift hat ein sehr weitreichendes Infrastruktur-Ökosystem und deckt verschiedene Clouds ab, unter anderem Azure, AWS, IBM oder GCP. Außerdem arbeitet OpenShift auch mit verschiedenen Virtualisierungstechniken wie VMware, Openstack, Hyper-V, RHEV und KVM zusammen. Das Software-Ökosystem umfasst für OpenShift die wahrscheinlich größte Auswahl am Markt befindlicher Anwendungen. Red Hat OpenShift ist seit über 10 Jahren auf dem Markt und bietet unterschiedliche Image- und Template Verfahren für die containerbasierte Provisionierung von Anwendungen auf Kubernetes an. Software-Hersteller, die Opensource Anwendungen nicht auf OpenShift zur Verfügung stellen, muss man mit der Lupe suchen.

  1. Mehr Sicherheit

Die Bereitstellung als Distribution bringt bei OpenShift nicht nur Komfort, sondern auch mehr Sicherheit out of the box. Wenn man Kubernetes dagegen selbst konfiguriert, sind Unternehmen auch selbst für alle Sicherheits- und Sicherungsmechanismen verantwortlich, beispielsweise das Token-Konzept, Netzwerkverschlüsselung zwischen Nodes und Zugriffs-Policies. Auch Authentifizierung und Autorisierung, die in Kubernetes per se erstmal nicht vorhanden sind, müsste für einen Cluster zusätzlich konfiguriert und integriert werden. In der OpenShift Distribution sind all diese Funktionen von Anfang an vorhanden und bereits konfiguriert.

Doch das Thema Sicherheit geht noch weiter: Container-Anwendungen werden in Kubernetes in “Namespaces” provisioniert, OpenShift verwendet dazu “Projects”. Doch das ist nicht nur ein für den Unternehmenseinsatz besserer Name: OpenShift Projects bieten vor allem rund um Sicherheit mehr Funktionen, etwa Rollenbindung (Role Bindings), Network Policies, Quotas, Limits und Regeln. Kurzum, OpenShift Projects sind Kubernetes Namespaces, aber mit wichtigen Funktionen für den abgesicherten Betrieb.

  1. Spielwiese für Entwickler

OpenShift bietet für Entwickler eine Reihe an integrierten Opensource Tools, etwa die Entwicklungsumgebung CodeReadyWorkspaces, vorgefertigte CI/CD Pipelines mit Tekton, Serverless Unterstützung mit Knative oder ServiceMesh Support mit Istio. Damit bringt OpenShift alles, um eine sehr produktive Entwicklungsplattform aufzubauen, die nicht nur die Entwicklung von Anwendungen in Container effizient unterstützt, sondern selbst in Containern läuft. Diese Integration vereinfacht Handling, Pflege und Support und erhöht gleichzeitig die Produktivität für Containerentwicklung auf Kubernetes nachhaltig.

  1. Virtuelle Maschinen im Griff

Trotz Containertechnik sind in Unternehmen auch virtuelle Maschinen noch ein großes Thema. OpenShift integriert dafür das Opensource Projekt KubeVirt, das eine container native Virtualisierung (CNV) bietet. Damit können VMs in Container überführt und direkt als Kubernetes Pods ausgeführt, gesteuert und kontrolliert werden. Durch die Nutzung von KVM innerhalb eines Kubernetes Pods haben virtuelle Maschinen unter KVM in einem Pod die Möglichkeit, sich genau wie normale VMs zu verhalten.

  1. Voller Windows-Support

OpenShift kann sowohl Windows- als auch Linux-basierte containerisierte Anwendungen von einer einzigen Kubernetes Control Plane aus verwalten. Um den Windows-Container-Support zu ermöglichen, nutzt OpenShift den zertifizierten “Windows Machine Config Operator” (WMCO), der auf dem “Kubernetes Operator Framework” basiert und gemeinsam von Red Hat und Microsoft unterstützt wird. OpenShift-Nutzer können darauf zugreifen, und die Verwaltung ihrer Windows-Container ganz einfach über die OpenShift-Konsole erledigen.

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