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23.04.2021 | Marc Dose

Warum die Schutzmaßnahmen von heute Investitionen in morgen sind

Neulich machte mich ein Kollege darauf aufmerksam, dass wir Jubiläum gefeiert haben: 1 Jahr Home Office! Wow, schon ein ganzes Jahr lang kaum räumliche Kontakte, dafür umso mehr Videokonferenzen und als soziales Highlight der Woche der Einkauf im Supermarkt? Zugegeben, die momentane Situation verlangt viel von uns ab.

Sie hat aber zumindest für mich auch ihre positiven Seiten: der Arbeitsweg fällt weg, die Zeit mit der Familie ist dafür ausgiebig. Das „New Normal“ bietet aber auch für IT Reseller Möglichkeiten für zusätzliche Projekte bei Ihren Endkunden.

Natürlich stehen dabei Themen wie „Social Distancing“, Gewährleistung der Hygienestandards oder die Umsetzung von Angeboten zum Distanzlernen oder -kommunikation im Fokus.
Der ein oder andere Endkunde macht sich aber durchaus Gedanken, ob Investitionen für diese Zwecke wirklich lohnend sind. Schließlich wollen und werden wir irgendwann wieder einen unbeschwerten, menschlicheren Umgang miteinander erleben dürfen. Ich möchte Ihnen ein paar Beispiele aufzeigen, dass sich diese Investitionen auch in Zukunft durchaus sinnvoll sind.

Beginnen wir mit einem der sichtbarsten Effekte der momentanen Situation: Der Personenbeschränkung im Einzelhandel.

In den letzten Monaten habe ich die verschiedensten Ausprägungen der Einhaltung der maximalen Personenzahl gesehen: Pro Kunde ein Einkaufskorb, der freundliche Mensch am Eingang mit einem Handzähler, ja sogar eine hygienisch fragwürdige Variante, bei der man sich einen Chip nimmt und diesen am Ausgang wieder in einen Korb wirft. Montiert man jedoch eine IP Kamera mit einer People Counter Lizenz, so hat meine eine Lösung, die hygienischer, praktikabler und mittelfristig auch kostengünstiger ist. Zukünftig kann man eine solche Lösung aber auch einsetzen um Kundenströme zu messen und so die personelle Einsatzplanung zu optimieren oder das Angebot an Frischwaren zu optimieren. Ebenso lassen sich Kameras nicht nur zur Diebstahlprävention und -nachverfolgung nutzen, sondern auch um an den Kassen Abstandsregeln umzusetzen. Kombiniert mit einer IP Audiolösung lassen sich dann automatisiert freundliche Hinweise an die Kunden weitergeben. Zukünftig ermöglicht diese Lösung zum Beispiel ein Warteschlangenmanagement: Die Kamera erkennt, wenn sich zu viele Kunden in einer Schlange befinden, informiert schnell weiteres Personal und verbessert das Einkaufserlebnis. Ein weiterer Einsatzbereich ist das Erkennen von Bereichen mit besonders hoher Kundenfrequenz und die entsprechende Ausrichtung des Angebotes danach.

Neben dem Einzelhandel spielt die natürlich die Medizin eine große Rolle

In Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen gilt es den körperlichen Kontakt zu minimieren. Hier leisten kontaktarme und -lose Zutrittskontrollsysteme einen wichtigen Beitrag. Ebenso helfen spezielle Kameras bei der Überwachung von Intensivpatienten. So können Stürze oder Atemnot erkannt und somit die Betreuung verbessert werden.
Vor dem Hintergrund einer wachsenden und alternden Bevölkerung wird die Zahl der Patienten zwangsläufig wachsen. Eine videogestützte Ferndiagnose kann daher in Zukunft auch Teil der Versorgung sein. Davon abgesehen sind Sicherheitsaspekte wie die Verhinderung von Medikamentendiebstahl oder die Gewährleistung der Sicherheit des Personals immer ein Thema.

Auch für Social Distancing im Alltag relevant

Gerade in Städten ist Social Distancing ein Bestandteil des öffentlichen Gesundheits- und Infektionsmanagements. Netzwerkvideolösungen erleichtern die Einhaltung durch Software, die Menschen zählt oder gar abschätzen kann wie viele Menschen sich an einem bestimmten Standort aufhalten. Dieselben Kameras können aber ebenso zur Strafverfolgung und -aufklärung, aber auch als Hilfsmittel bei einer Evakuierung herangezogen werden. Davon abgesehen können Kameras ein wesentlicher Bestandteil beim Parkraummanagement oder der intelligenten Steuerung des stätischen Verkehrs sein.

Darüber hinaus ist mit den entsprechenden Sensoren das Thema Umweltüberwachung eines das zukünftig mehr Relevanz haben sollte. So lässt sich die Luftqualität messen, Beeinträchtigungen durch Lautstärke kontrollieren oder auch illegale Müllentsorgung dokumentieren.

Mit den hier aufgeführten Beispielen wollte ich aufzeigen, dass die Investition in eine netzwerkbasierte Videoüberwachung nicht nur für die aktuelle Situation relevant ist, sondern auch eine Investition in die Zukunft darstellt, aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Gerne diskutieren wir mit Ihnen Lösungen, die Ihren Kunde eine qualitativ hochwertige und sichere Installation garantieren. Wenden Sie sich hierfür einfach an das Networking Team / 089-4700-2069

Über den Autor

Marc Dose | Website

Marc Dose ist seit 2006 bei Tech Data und als Product Lead Networking in der Peripherals Abteilung tätig. In seinen fast 15 Jahren bei Tech Data verantwortete er mehr als 20 Hersteller im Networking Infrastructure Umfeld. Besonders interessant findet er dabei das breite Lösungsspektrum von Videoüberwachung über WLAN Technologien bis hin zu Energie- und physischen IT-Infrastrukturen. Als erster Ansprechpartner für Hersteller aber auch Kontaktperson für viele interne Bereiche verfügt er über ein breites Netzwerk bei Tech Data.

  • Drei Fragen an den Autor

    Was ist deine Funktion bei Tech Data?

    Product Lead Networking

    Wie lange bist du schon beim Unternehmen?

    Fast 15 Jahre

    Was für einen Unterschied macht deine Arbeit?

    Komplexere Problemstellungen, die sowohl eine technische Lösung als auch termingerechte Lieferung sowie eventuelle Services enthalten, finde ich hochinteressant. Wenn alles zur Zufriedenheit des Kunden durchgeführt werden konnte, motiviert mich das ungemein.

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