Software &
Lizenzierung


Oracle Database Standard Edition 2 (SE2)

Ihr direkter Ansprechpartner

Peter Mosbauer

+49 89 4700 3037
pmosbauer@techdata.de

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Überblick zur Database Standard Edition 2

Seit dem 1. September 2015 steht auf dem Oracle Technology Network die Database Standard Edition 2 (SE2) in der Version 12.1.0.2 zur Verfügung. Damit können nun endlich auch die Standard Edition Kunden von den aktuellen 12c Funktionen der Oracle Datenbank profitieren, wie JSON oder dem einfachen „Plug-In“ in die Oracle Cloud.

Es gibt klare Unterschiede zur bisherigen Standard Edition:

  • SE2 darf nur noch auf Servern mit 2 Sockeln eingesetzt werden (SE: 4 Sockel)
  • SE2 benutzt maximal 16 Threads (SE: unlimitiert). Es können aber mehrere SE2 auf einem Rechner betrieben werden und jede nutzt 16 Threads.
  • SE2 RAC darf maximal 2x 1 Sockel Rechner (SE: 2×2 Sockel oder 4×1 Sockel)
  • SE2 hat ein Named User Plus Minimum von 10 NUP pro Server (SE: 5 NUP pro Kunde.)

 

Der Preis pro Prozessor bzw. pro NUP für Standard Edition und Standard Edition 2 sind gleich.

Vertiefte Informationen und weitere vergleichende Überblicke finden Sie im Product Family Whitepaper, in der Licensing Information und im Product Brief.

Mit dem neuen Release hat Oracle die Standard Edition 2 auch an die neueste Hardware-Generation angepasst:

Da diese immer leistungsfähiger wird, verwenden Kunden diese, um mehrere SE Datenbanken auf einem Rechner zu konsolidieren. Die SE2 unterstützt diesen Trend, indem eine SE2 technisch auf 16 Threads limitiert ist und somit die verfügbaren Ressourcen besser auf mehrere Datenbanken verteilt werden.

Damit ändert sich mit der Standard Edition 2 auch die Lizenzierung, so dass die Kunden bei der Migration von der Standard Edition One (SE1) bzw. Standard Edition auf SE2 einige Dinge beachten sollten.

Die genauen Voraussetzungen sind im aktualisierten Software Investment Guide bzw. in den Datenbank Lizenzierungsrichtlinien zu finden.

 

Informationen zum Support.

  • Premier Support SE/SE1 Release 12.1.0.1
  • Bis 31. August 2016
  • Danach gleich Sustaining Support
  • Patching End Date 31. Aug. 2016 (Doc ID 742060.1)
  • Extended Support SE/SE1 Release 11.2.0.4
  • Extra Gebühr für Extended Support ausgesetzt bis Dezember 2018

 

Weitere Details zum Support der Datenbank Releases entnehmen Sie bitte der Lifetime Support Policy

Migration der Lizenzen

 

Von DB SE1 zu DB SE2:

  • Keine automatische Migration durch Oracle
  • 1:1 Migration, aber: zusätzliche Gebühr von 20% auf Supportstrom über die gesamte Supportlaufzeit
  • Kunde muss den neuen Konditionen zustimmen: # Sockets, # Threads, NUP Minimumlizenzierung
  • Konsequenzen: Ggf. sind zusätzliche NUP-Lizenzen zu erwerben

 

Von DB SE zu DB SE2:

  • Keine automatische Migration durch Oracle
  • 1:1 Migration für CPU- und NUP-basierte Lizenzen
  • Kunde muss den neuen Konditionen zustimmen: # Sockets, # Threads, NUP Minimumlizenzierung
  • Konsequenzen: Ggf. sind zusätzliche NUP-Lizenzen zu erwerben, ggf. ist Hardware auszutauschen

Für Migrationen muss ein gültiger Supportvertrag vorhanden sein.

Einsatz von RAC mit DB SE2:

RAC mit SE2 kann nur auf zwei „One-Socket-Server“ laufen mit zusammen max. 2 Sockets im Cluster.

 

Definition von „One Socket Server“:

  • Ein Server mit nur einem vorhandenen Socket
  • Ein Zwei-Socket-Server, bei dem nur ein Socket gefüllt ist
  • Ein Zwei-Socket-Server mit beiden Slots gefüllt, bei dem Hardpartitioning verwendet wird, um die Oracle-VM an ein Socket zu binden

 

Das heißt:

Die Oracle DB SE2 kann installiert werden auf einem

  • Single Socket Server
  • 2-Socket Server mit einer oder beiden CPUs
  • 2-Socket Server der Hard Partitoning nutzt, um VMs an eine CPU Ressource zu binden, um RAC einsetzen zu können auf zwei 2-Socket Servers.

 

Die Oracle DB SE2 kann nicht installiert werden auf einem

  • 4- (oder mehr) Socket Server mit nur 2 (oder weniger) gesteckten CPUs
  • 4- (oder mehr) Socket Server, bei dem über das BIOS CPUs ausgeschaltet wurden
  • 4- (oder mehr) Socket Server, der Hard Partitioning (wie OVM) nutzt um CPU Ressourcen an bestimmte VMs zu binden.

 

Definition von Thread:

  • Beschränkung auf die Anzahl von
    • 16 (User) Threads pro DB Instanz ohne RAC und
    • 8 (User) Threads pro DB Instanz mit RAC
  • Hierfür zählen nicht die Hintergrundprozesse der Datenbank
    • Diese arbeiten mit einem separaten Thread-Pool.
  • Anwender müssen keine Einstellungen dafür vornehmen
    • Die Datenbank beschränkt sich selbst auf der Basis von Betriebssysteminformationen
  • Bei im BIOS eingeschaltetem Hyperthreading können pro Core anstatt 1 dann 2 Threads laufen.
    • Achtung: Die zählen dann mit für die 16 Threads-Limitierung.
    • 16 Threads mit Hyperthreading sind leistungsmäßig nicht gleichzusetzen mit 16 Threads ohne Hyperthreading.  Daher wenn möglich Hyperthreading im BIOS ausschalten, sofern keine anderen Nachteile bekannt sind/werden.
    • Threads werden nach Aktivierung von Hyperthreading gezählt.

 

Die zentrale Einstiegsseite von Oracle für die Database Standard Edition 2 finden Sie hier.